Das Spannungsfeld der modernen Bharata-Natyam-Tänzerin: Lehre der Tradition oder traditionelle Lehre?

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  1. Meiner Ansicht nach muss man ganz klar zwischen zwei verschiedenen künstlerischen Genres unterscheiden, dem Klassischen und dem Volkstümlichen. Dies trifft mit wenigen Ausnahmen grundsätzlich für Kunst zu, sei sie aus Ost oder West. Laut indischem Verständnis sind der klassischen Kunst zwei wesentliche Kriterien eigen, die ihre Herkunft und ihre Überlieferung, sprich Tradition betreffen. Diese sind: Brahma Vidya und Ishwara Pranidhana. Brahma Vidya definiert die meditative Verbindung des Künstlers mit Brahman, der kreativen universellen Kraft, die sich in vom Ego losgelöster kreativen Intuition, Prajna, äussert. Ishwara Pranidhana definiert die Intention des Künstlers. Gemäss diesem Verständnis von Kunst besteht eine idealisierte Form ihrer Darbietung darin, dass sie nicht (nur) zum Amüsement gereicht, sondern die Aufgabe besitzt, die Zuschauer und Zuhörer emotional und spirituell zu erheben. Kunst hat sich demnach nach dem höchst Ideellen auszurichten und sollte nicht eine Darstellung des profanen Lebens sein.
    Dass für solche Kunst und solche Ansprüche an die Kunst strickte Reglementierung Voraussetzung sind, um sie auch von Künstlern, die diese innere Verbindung zum Brahman nicht besitzen, mit entsprechender Wirkung ausgeführt wird, liegt auf der Hand.
    Grundsätzlich kann alles immer in Frage gestellt werden, und in manchen Dingen und Bereichen mag dies opportun zu sein.Im Falle von Künsten wie dem Bharata Natyam ist eine differenzierte Betrachtung vonnöten. Ohne vertieften inneren Zugang bleibt nur das äussere Gerüst. Dieses ist aber geprägt von so vielen mehr oder weniger verständigen Künstlern, die irgendwann zum Massstab für die Kunst und Künstausübung werden.
    Mehr dazu später, falls erwünscht.

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