porträt

 

Über mich …

Ich wurde 1980 in Baden in der Schweiz geboren. Ich wuchs in einer halb-schweizerisch halb-indischen Künstlerfamilie inmitten von Tanz, Musik, Meditation und vielen kulturellen und religiösen Ideologien auf. Seit meinem 12. Lebensjahr steh ich auf der Bühne und mein Leben ist geprägt von Tanzaufführungen und -unterricht. Als Teenager machte ich meine Hausaufgaben hinter Bühnenvorhängen und verbrachte die meiste Freizeit im Tanztraining. Tanzen war und ist mein Leben.

Seit ich 18 Jahre alt bin gebe ich Tanzunterricht. Ich begann zuerst in der elterlichen Tanzschule Unterricht zu geben und habe dabei viel Erfahrung gesammelt. Ich habe in den 22 Jahren alle Altersstufen im Unterricht gehabt, vom quirligen 3-jährigen Mädchen bis zur gelassenen und in sich ruhenden Seniorin. Durch meine Herkunft und mein Aufwachsen in zwei unterschiedlichen Kulturen fühle ich mich vor allem jenen jungen Menschen verbunden, die heute die gleichen Erfahrungen, wie ich damals machen. Sie suchen ihre Identität inmitten ihres mutlikulturellen Umfelds, sie versuchen die Tradition und Moderne zusammenzubringen, ohne sich selbst dabei zu verlieren. Einen traditionellen Tanz wie Bharata Natyam diesen jungen Leuten zu vermitteln, mit frischen Ideen und ohne seine Qualität zu vermindern, das ist meine Leidenschaft.

Neben meinem Tanzberuf habe ich Indologie und Pädagogik studiert. Damit wollte ich meine künstlerische Seite mit dem nötigen Hintergrundwissen ergänzen. Aber wirklich gewonnen habe ich dieses Wissen erst nach meinem Studium, durch meine Erfahrungen als selbstständige Tänzerin, als Mutter – und vor allem durch meine Doktorarbeit, die mich als Künstlerin endgültig reifen liess. Heute sehe ich mich in der Tradition der altehrwürdigen Tempeltänzerinnen, die diesen Tanz geschaffen und geformt haben. Ich habe gelernt von den Lehrern, die nach brahmanischen Überzeugungen diese Tanzform reformierten. Und ich gehöre zu einer Generation, die neue Ideen umsetzt, um diese Kunst noch lange am Leben zu erhalten. All das macht mich als Tänzerin aus.

Zur Zeit arbeite ich als selbstständige Tänzerin und Tanzlehrerin im Raum Zürich und Wettingen.

Meine Vision …

Bharata Natyam ist in jeder Hinsicht ein intelligenter Tanz, das ist meine Überzeugung. Er tut Körper und Geist gut und hat ein fast unerschöpfliches Potential, das ich selbst nach all diesen Jahren noch nicht ausgeschöpft habe. Mein Beruf ist für mich mehr, als nur ein Job, es ist eine Berufung. Ich habe darum ganz konkrete Visionen, was ich mit dieser Kunst erreichen will:

  • Die Zukunft des Bharata Natyam liegt in der Förderung seiner Nachhaltigkeit. Man muss die Tradition mithilfe von modernen Erkenntnissen weiterentwickeln. Die Art, wie Tanz unterrichtet wird muss zielgerichtet und intelligent sein. Dafür braucht es stetige Weiterbildung und Austausch mit anderen Tanzgenres.
  • Bharata Natyam kann ganz gezielt für die körperliche und geistige Gesundheit genutzt werden, wenn man der Intelligenz des anatomischen Bauplans folgt. Tanz muss gesund sein und die Tanzschüler müssen gesund bleiben.
  • Bharata Natyam kann hier in Europa nur überleben, wenn sich Bharata Natyam-Künstler verbinden, sich gegenseitig unterstützen und einen Verbund indischer Tänzer etablieren.